18.02.2026 – Heimfahrt

Die Nacht war mehr oder weniger erholsam. Irgendwie wurden wir beide öfter mal wach zwischendurch. Naja, gehört auch mal dazu. Der Ausblick heute Morgen war jedoch herrlich. Gestern Abend in der Dunkelheit konnte man das nur erahnen.

Wir hatten noch Eier und Bacon im Kühlschrank. Somit gab’s zum Frühstück leckeres Rührei. Wir stellten als Ziel zu Hause ein und wollten spontan schauen, wie wir so durchkommen. Die knapp 700km fuhren sich richtig entspannt bei größtenteils Sonnenschein und blauem Himmel. Wir fuhren also durch.

Wir jagten ordentlich Wischwasser durch. Gerade im Norden Dänemarks waren die Straßen so extrem gesalzen. Am Auto kann man das ein wenig erahnen.

Gegen 19:30 Uhr erreichten wir zu Hause und wurden von Papa mit leckerem Sushi empfangen.

Somit geht ein sehr schöner und abwechslungsreicher Trip zu Ende, der uns viele schöne Momente beschert hat. Es hat erstaunlich gut zu zweit funktioniert, dennoch sind wir beide froh, wieder in eigenen Betten schlafen zu können und etwas mehr Privatsphäre haben. Eine gute Woche hat sich als optimale Zeit herausgestellt und wir freuen uns wieder auf zu Hause. Der nächste Trip ist allerdings schon in Planung. In wenigen Wochen geht’s hier also weiter. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

17.02.2026 – Tschüß Norwegen

Heute ging’s früh raus. Der Wecker klingelte vor 7 und wir gingen gemeinsam mit den Norwegern aus dem Haus. Es war wieder eine sehr schöne Zeit und auch schön, alle mal wieder zu sehen. Nachdem wir Marie zur Arbeit gebracht haben, brachen wir gegen 9 Uhr in Richtung Kristiansand auf. Die Strecke ist gut ausgebaut, dennoch an manchen Stellen ziemlich kurvig.

Eine Stunde vor Check-In-Schluss kamen wir ganz entspannt am Hafen an, haben uns genüsslich eine Zimtschnecke mit Puddingfüllung schmecken lassen und einen Kaffee getrunken. Sehr praktisch diese Maschine im Auto.

Die Fähre war ziemlich leer. Vom Sommer ist man das ganz anders gewohnt. Da wird auf dem Autodeck jeder Meter ausgeschöpft, während heute ganz viel Platz zwischen den Autos war. Es waren auch nur eine Hand voll Wohnmobile auf dem Schiff. Sonst füllen die ein ganzes Autodeck…

Die Überfahrt war unspektakulär. Wir haben im Restaurant Mittag gegessen und dann den Rest der Fahrt im vorderen Bereich des Schiffes in einer Bar gesessen und den Ausblick nach vorne genossen. Es hat leicht geschaukelt, aber nicht so schlimm, dass uns schlecht wurde.

In Hirtshals angekommen haben wir noch einmal vollgetankt und sind noch gut 1,5 Stunden gefahren und stehen jetzt irgendwo in den Dünen an einem Fjord.

Heute Morgen hat sich eine Sicherung verabschiedet, die die Toilettenspülung und vor allem auch die zwei vorhandenen USB-Dosen sowie eine 12V-Dose betreibt. Irgendwie auch eine Fehlkonstruktion von Karman, all diese Verbraucher über einen Stromkreis laufen zu lassen. Auch zwei USB-Buchsen im ganzen Auto sind sehr knapp bemessen… Da wir aber ja vom Fach sind und uns zu helfen wissen, wurde kurzerhand das Bett einmal abgeräumt (also so halbwegs) und die kaputte Sicherung getauscht. Jetzt geht’s wieder.

Ziemlich müde fallen wir jetzt ins Bett. Draußen machen irgend welche Vögel ganz schön Radau, mal gucken ob die sich noch beruhigen.

15./16.02.2026 – Stavanger

Die Nacht auf dem Campingplatz Richtung Stavanger war erholsam und nicht mehr so kalt wie die Nacht davor. Knapp unter 0 Grad sind ne ganz andere Hausnummer als -25 Grad. Das hat man an mehreren Stellen gemerkt. Zum einen fror keine Wasserleitung mehr ein und auch der Temperaturunterschied von draußen zu drinnen war deutlich erträglicher.

Wir fuhren die E134 weiter Richtung Südwesten. Teilweise war diese sehr gut ausgebaut, also zweispurig und Fahren mit 80 km/h war entspannt machbar. Einige Passagen waren jedoch ziemlich eng. Einmal mussten wir sogar bis zum Stillstand bremsen, da ein großer LKW entgegenkam. Man muss also ziemlich konzentriert unterwegs sein, um heile anzukommen. Aber alles kein Problem.

Mittags fuhren wir auch mit einer Fähre. Hier oben ein ganz normales Verkehrsmittel, was die Norweger komplett selbstverständlich nutzen. Anders geht’s auch kaum… Unsere Mittagspause verbrachten wir auf Empfehlung von Marie, meiner Patentante, die ja hier oben wohnt, auf einer kleine Halbinsel. Es gab Nudeln. Sehr praktisch wenn man alles dabei hat und sich sein Essen einfach direkt im Auto zubereiten kann.

Am Nachmittag erreichten wir dann Stavanger, wurden mit Zimtschnecken und leckerem Kaffee begrüßt und brachen kurze Zeit später wieder zu einem Band-Konzert von Einar, einem von Maries Sohnemännern auf. Irgendwie mal echt cool, auf solche Art und Weise einen Einblick in die Kultur hier zu bekommen.

Abends gab es leckeres Essen und wir quatschten noch bis tief in die Nacht.

Heute Morgen starteten wir entspannt in den Tag, frühstückten in Ruhe mit Marie und liefen dann einmal in die Stadt runter. Klassischerweise durfte natürlich auch die Zimtschnecke nicht fehlen.

Den Nachmittag verbrachten wir hier mit den Jungs und abends gab’s leckeres Abendessen. Wir sitzen hier jetzt noch und machen es uns gemütlich. Morgen geht’s dann Richtung Kristiansand und dann mit der Fähre nach Dänemark.

14.02.2026 – -26 Grad mitten am Tag

Es war kalt, sehr kalt, sogar so kalt, dass die Heizung die ganze Nacht durchheizte, sogar auf der hohen Lüfterstufe. Teilweise pfiff der Lüfter so laut, dass wir nachts beide wach wurden. Die Alternative wäre allerdings frieren gewesen, sodass es ab und zu etwas lauter wurde. Die Temperatur, die der Außensensor hier gemessen hat, waren nachts -23,1 Grad, also wirklich sehr knackig kalt.

Die Heizung schaffte es aber ganz gut gegenzuhalten und es war nicht kalt im Innenraum. Die Außenwände waren zwar echt kalt und auch die zweifach verglasten Campingfenster waren von innen gefroren. Das Abwasser lief nicht mehr ab, blieb also im Waschbecken stehen und auch das Wasser im Küchenwaschbecken lief nicht mehr. Irgendwo auf dem Weg war’s also eingefroren. Hinter den Isolierungen vorne als auch hinten bildete sich eine dicke Eisschicht.

Durch den krassen Temperaturunterschied von draußen zu drinnen vergrößerte sich der Riss in der Frontscheibe um gut 20-30cm. Der war vorher zwar auch schon da, aber noch nicht so weit links. Ist zwar ärgerlich, aber es war auch vor der Reise schon klar, dass die Scheibe danach ausgewechselt wird. Jetzt lohnt sich‘s wirklich.

Nachdem wir zusätzlich mit dem Heizlüfter für etwas mehr Wärme im Auto gesorgt haben und tatsächlich mal den Landstrom genutzt haben, frühstückten wir in Ruhe bei herrlichem Sonnenschein und spülten anschließend einmal unser Geschirr. Auf nem Campingplatz deutlich einfacher als in der Spüle hier, die ja heute auch zugefroren war.

Das Starten des Motors war auch abenteuerlich heute Morgen. Leider ist der Zuheizer, eine Standheizung, die den Motor vorwärmen kann, noch nicht verbaut. Liegt zwar schon einbaubereit in Hamm, zeitlich haben wir es vor dem Trip aber leider nicht mehr geschafft. Deshalb klang der Start heute Morgen bei -15 Grad so:

Die ersten Kilometer fuhren wir ganz behutsam mit niedriger Drehzahl und wenig Last, um den Motor langsam auf Betriebstemperatur zu bringen. Der Verschleiß ist ja bekanntlich bei kaltem Motor und hohen Drehzahl am höchsten… Von Geilo ging’s weiter Richtung Hardangervidda, einer sehr beeindruckenden Hochebene, die im Sommer schon sehr spektakulär ist.

Im Winter aber nochmal auf einem anderen Level. Die Sonne und der blaue Himmel sorgten für wirklich extrem winterliche Stimmung. Die Temperatur sank nochmal, wir hatten zwischendurch-26 Grad, also einen Temperaturunterschied von drinnen zu draußen von gut 45 Grad, irgendwie krass.

Die Straßenverhältnisse sind trotz dieser Temperaturen jedoch völlig in Ordnung. Zwar hier und dort mal etwas Eis, aber wenn man das weiß geht das echt voll fit. Auch das Argument in Deutschland, was oft kommt, wenn es um Elektromobilität geht, dass man ja im Winter so schlecht mit dem E Auto fahren kann, ist hier irgendwie ein Fremdwort. So viele E Autos, die hier bei dem Wetter fahren sind irgendwie krass. Laden kann man selbst in der tiefsten Pampa mit 300-400kW, alles eine Frage der Infrastruktur und Grundeinstellung…

Wir fuhren wieder einmal am Vøringsfossen vorbei, einem sehr beeindruckenden Wasserfall, welcher jedoch durch den Schnee nicht begehbar war. Also ging’s direkt runter ins Tal zum Eidfjord. Hier ist letztes Jahr der T3 von Matthias verreckt. Wir sind jedoch gut durch gekommen. Die Straßen waren wie leer gefegt. Im Sommer reihen sich hier die Womos und Autos aneinander, heute hatten wir wenig Gegenverkehr, irgendwie sehr ungewohnt.

In Odda war Mittagspause angesagt, machten noch einmal Wraps, da wir noch einiges dafür da haben und schauten nach einem Platz für die Nacht. Wir hätten da zwar auf einem Industriecharme-Wohnmobilstellplatz mit schlechten Sanitäranlagen für 450 NOK, also gut 40 Euro stehen können. Das war uns aber dafür zu teuer. Der andere Platz im Ort hätte 750 NOK gekostet, also irgendwie überteuert, da wir ja autark stehen können.

Also ging’s noch etwas weiter Richtung Süden. Der zuerst angesteuerte Campingplatz hatte zu, danach bogen wir auf die E134 in Richtung Südwesten Richtung Haugesund ab. Hier klapperten wir einige Wildspots ab, die aber entweder komplett eingeschneit, schief oder mit fetten „Camping verboten“ Schildern versehen waren. Somit wurde es ein kleiner Campingplatz am Wasser. Auch hier gab’s wieder einen Self-Checkin per QR-Code. Gezahlt wird online, sehr praktisch, vor allem für die Betreiber, da einfach Personalkosten gespart werden.

Hier stehen wir jetzt bei knapp unter 0 Grad, also ganz anderen Temperaturen als die letzten Tage. Auch mal ganz angenehm, wenn nicht alles einfriert. Die heiße Dusche hier auf dem Platz wurde auch ausgiebig genutzt. Wir sind beide wieder ziemlich müde und werden auch heute bestimmt nicht alt. Morgen geht’s dann nach Stavanger.

13.02.2026 – auf einmal sind wir in Norwegen

Die Kälte hat man auch nachts gemerkt. Die Heizung und die Isolierung leisteten zwar sehr gute Dienste, es ist aber dennoch nunmal ziemlich kalt draußen. Die Scheiben waren sogar von innen gefroren. Irgendwie Crazy. Aber auch diese Nacht war wieder erholsam und wir schliefen sehr gut.

Da sich unsere Haferflocken ja gestern verabschiedet haben und wir morgens gerne unser Müsli essen, ging’s heute Morgen nach dem Auschecken erst einmal zum Supermarkt. Dort kauften wir noch ein paar Sachen ein, unter anderem einen Salat von einer Salatbar. Das ist hier irgendwie Gang und Gebe in vielen Supermärkten und echt praktisch. Man kann sich das zusammenstellen, was man gerne haben möchte.

Nachdem wir was im Magen hatten ging’s weiter Richtung Norden. Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir Oslo. Wir fuhren nicht über die große E6, sondern direkt am Fjord entlang. Wirklich sehr beeindruckend. Da ich ja sonst meistens alleine unterwegs bin bzw. meistens der Fahrer, ist es echt mal cool, auch als Beifahrer die Natur und Gegend zu betrachten. Man sieht nochmal ganz andere Dinge, auch wenn hier viele Straßen schon bekannt sind.

Hinter Oslo ging’s dann weiter Richtung Nordwesten. Von hier aus ging’s allmählich auch immer höher. Die Temperaturen fielen in den zweistelligen Minus-Bereich. Zwischendurch hatten wir -18 Grad, und das obwohl es noch hell war und die Sonne schien.

Die Landschaft veränderte sich stark. Die Fjorde sind einfach beeindruckend, auch im Winter richtig cool. Diese Weite, die man von der Straße aus sehen kann ist echt krass. Ganz anders als Schweden.

Unser heutiges Ziel ist Geilo, ein Ort, der für seinen Wintersport bekannt ist. Im Sommer, vor ziemlich genau einem halben Jahr, waren wir schon einmal hier. Damals war noch alles grün und sommerlich, jetzt ist hier tiefer Winter. Die Skigebiete sind geöffnet, Loipen für den Langlauf gespurt und eisige Kälte. Der Schneehaufen für die nächste Saison ist schon in der Produktion, einfach krass wie hoch der ist. Das kommt auf dem Foto gar nicht so rüber.

Wir stehen wieder auf dem gleichen Campingplatz wie im Sommer, diesmal im weißen Kleid. Wir machten beide unabhängig voneinander einen Spaziergang durch den Ort, zum einen um die Gegend zu erkunden aber auch um einfach Bewegung zu kommen. Dieses stundenlange im Auto sitzen braucht irgendwie einen Ausgleich…

Zum Abendessen gab’s Kartoffeln mit Lachs, sehr lecker und gut sättigend.

Draußen ziehen die Temperaturen richtig an. Jetzt gerade, wo ich den Blog schreibe, sind es draußen schon -20 Grad, es soll sogar noch kälter werden. Extremtest für Mensch und Material. Die Heizung surrt auf Höchstleistung und wir haben sämtliche Isolierungen angebracht, die wir finden konnten, um möglichst gut die Wärme im Auto zu halten.

Mal schauen wie die Nacht wird, hoffentlich hält alles durch. Wir haben alles bereit, um den elektrischen Heizlüfter anzuschließen, sollte sich die Dieselheizung verabschieden. Irgendwie auch spannend diese ganze Technik auch mal unter solchen Extrembedingungen zu testen.

12.02.2026 – viele Kilometer Richtung Norden

Die Nacht war ruhig, von draußen kamen kaum Geräusche. War auch nicht anders zu erwarten auf der so leer gefegten Insel Getnö. Wir starteten gemütlich in den Tag, frühstückten unser Müsli und packten alles für die Weiterfahrt zusammen. Das ist wirklich sehr praktisch mit einem Kastenwagen. Man hat wirklich guten Wohnkomfort, ist aber auch relativ schnell wieder auf der Straße. Für die Art, die wir gerade hier reisen ist das echt optimal, kompakte Abmessungen, ausreichend Platz und alles was man so braucht.

Wir fuhren weiter Richtung Westen, durch Älmhult, wo die IKEA-Zentrale sitzt, vorbei am Ikea-Hotel und Museum, bis wir an der E4 an der Bolmenfisk-Räucherei vorbei, in der wir Lachs kauften. Lustigerweise stand auf dem Parkplatz genau der VW-Bulli, mit dem wir zeitgleich vorgestern auf der Fähre waren. Zufälle gibt’s. Die beiden sind auf dem Weg in den Norden Schwedens. Wir quatschten ganz kurz und dann ging’s auch schon wieder weiter.

Über stark vereiste Straßen ging’s weiter Richtung Westen, bis wir irgendwann bei Halmstad die E6 erreichten. Bevor es weiter Richtung Norden ging, gönnten wir uns nochmal Burger bei MAX. Auch in Schweden sehr empfehlenswert 🙂

Der weitere Straßenverlauf (klingt gerade wie ne Navi-Ansage hier) war eher unspektakulär. Die E6 führt im Westen von Schweden Richtung Norden. Vorbei ging’s an Göteborg. Auch die Inseln Orüst und Tjörn ließen wir links liegen und fuhren weiter Richtung Norden. Irgendwann fing es dann stark an zu schneien sodass wir die letzten Kilometer im Schneegestöber zurücklegten. Sehr cool irgendwie und auch gemütlich, wenn’s drinnen angenehm warm ist.

Bei einer kurzen Zwischenpause kochten wir uns leckeren Kaffee. Dabei haben wir festgestellt, dass auch hier in Skandinavien die Schwerkraft herrscht… Die Haferflocken sind echt am Boden der Tatsachen angekommen und auch am Boden zerstört. Naja, machste nix. Dafür sind draußen genug Flocken unterwegs.

Wir legten wieder einmal einen Tankstopp ein, um sicherzustellen, dass die Heizung nachts genügend Sprit hat und wir nicht nachts um 3 frierend aufwachen.

Der zuerst angesteuerte Campingplatz hatte leider zu, knapp 500m weiter hatten wir jedoch Erfolg und kamen eine Minute vor Rezeptionsschließung um 16:59 Uhr an. Glück gehabt. Der Platz ist riesig und voll mit Dauercampern. Auf der Durchreise sind gefühlt nur wir. Scheint im Sommer eine ganz schöne Touristengegend zu sein. Hier gibt’s sogar ne Auto-Waschbox auf dem Platz, irgendwie Crazy.

Wir gingen gemeinsam eine kurze Runde spazieren, zogen uns dann aber relativ schnell wieder in den Bulli zurück und haben leckere Nudeln gekocht. Einfach praktisch wenn man alles dabei hat, was man so braucht. Danach ging’s aber nochmal an die frische Luft und anschließend in die sehr schön warme Dusche. Das sorgt auch im Bulli für ein angenehmes Raumklima…

Draußen sinken die Temperaturen auf mittlerweile schon unter -6 Grad. Mal gucken wie kalt es heute Nacht noch wird. In den nächsten Tagen soll es nochmal kälter werden.

11.02.2026 – Winter in Schweden

Die Nacht war sehr erholsam, also deutlich besser als erwartet. Lag wahrscheinlich auch daran, dass wir nach der langen Fahrt gestern auch einfach richtig müde waren. Wir schliefen beide vor 22 Uhr tief und fest. Gegen 8 Uhr wachten wir dann gut ausgeschlafen auf. Wir nutzten direkt die Möglichkeit, zu duschen. Wer weiß wann das wieder möglich ist. In der Pampa ist das ja im Auto eher nur so die Notlösung.

Nach einem entspannten Frühstück ging’s wieder auf die Straße. Heute mal nur eine 150km Etappe, gestern war lang genug. Wir fuhren durch verschneite Wälder, kauften fürs Mittagessen (Wraps) ein und tankten noch einmal. Das heutige Tagesziel erreichten wir mittags. Wir sind mal wieder auf Getnö Gard, dem Campingplatz, den wir ja wirklich schon in und auswendig kennen. Da hier aber noch komplett Winterruhe ist, stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz und haben hier auch keine Versorgung. Glücklicherweise haben wir ja alles dabei.

Wir spazierten etwas über die Insel, sehr ungewohnt, hier alles mal schneebedeckt zu sehen. Sonst ist das hier im Sommer natürlich alles ziemlich grün. Trotz des Winterschlafs ist es hier trotzdem irgendwie belebt. Liegt wahrscheinlich daran, dass es durch den Schnee einfach so hell aussieht.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im gut geheizten Camper. Draußen ist es unter 0 Grad und die Heizung tut gute Dienste und sorgt für angenehme 21 Grad hier im Innenraum. Die nächsten Tage soll’s noch kälter werden, zweistellig Minus. Also auf jeden Fall schattig.

Es wird hier auf jeden Fall merklich früher dunkel und das merken wir beide irgendwie mit unserer Müdigkeit. Sobald es dämmert, könnten wir schon fast wieder schlafen. Morgen geht’s dann wieder weiter.

10.02.2026 – Es geht wieder los😎

Lang ist‘s her, dass hier aktiv Blog geschrieben wurde. Jetzt ist es aber wieder so weit. Matthias und ich haben uns vor gut einem halben Jahr vorgenommen, mal zu zweit einen Roadtrip im Winter nach Skandinavien zu machen. Die Zeit nach meinem Geburtstag und nach dem Pfarrkarneval in der Gemeinde bot sich dafür super an. Und heute sind wir tatsächlich gestartet.

Um kurz nach 7 heute Morgen packten wir die letzten Sachen in Papas Bulli, den wir netterweise diese Reise nehmen dürfen und starteten dann gegen kurz nach 8 mit vollen Tanks in Richtung Norden. Die Strecke kennen wir mittlerweile schon fast auswendig. So entspannt wie heute war’s aber eigentlich noch nie. Man mag es nicht glauben, aber wir standen bei Hamburg nicht im Stau. Somit bekamen wir auf Fehmarn schon die Fähre um 14 Uhr.

Kurz vorher wurde in Deutschland noch einmal Diesel getankt, um wieder gut weiterfahren zu können. Bei den Temperaturen wollen wir nicht auf dem letzten Tropfen unterwegs sein. Die Fährfahrt war sehr entspannt und das Schiff war wie leergefegt. Es lag sogar Schnee an Deck. Ein wirklich seltener Anblick.

Nach 45 Minuten Seeluft erreichten wir dann Rødby in Dänemark. Diesmal wurden tatsächlich unsere Ausweise kontrolliert. Nachdem wir erzählt haben, was wir denn in Dänemark wollen, konnten wir aber ohne weitere Kontrolle weiterfahren.

Die knapp 2 Stunden bis Kopenhagen fuhren sich auch ganz entspannt. Dort waren wir erst einmal bei MAX, einem Burgerladen, der wirklich sehr leckere Burger macht. Sehr empfehlenswert wenn man mal hier oben ist.

Die Überquerung der Öresundbrücke ist wie immer ein Highlight der Reise. Dieses krasse Bauwerk ist immer wieder beeindruckend und echt ein technisches Meisterwerk. Die Temperaturen sanken unter den Gefrierpunkt und der Schnee um uns herum wurde immer mehr. Die letzten Kilometer bis zum Campingplatz waren dann mit schneebedeckter Straße. Aber alles gut machbar.

Nach gut 680km im Auto tat es sehr gut, eine Runde spazieren zu gehen. Wir stapften durch den Schnee und erkundeten ein wenig die Gegend, dank Taschenlampe ging das aber sehr gut. Mal gucken wie das alles morgen aussieht, wenn’s hell ist. Müde geht’s jetzt ins Bett. Mal gucken wie wir da so drin schlafen. Wenn man alleine diagonal schläft ist es sehr komfortabel. Mal gucken wie’s so wird…

Tag 24 (29.08.25) – erfolgreiche Batteriereparatur und Heimreise

Es war ungewöhnlich warm heute Nacht und auch die Luft ist deutlich schlechter als im Dachzelt. Das fällt aber erst auf, wenn man mal wieder unten schläft😂. Heute Morgen ging’s früh raus und direkt zu BullTron, dem Batteriehersteller. Wir haben die Batterie wieder ausgebaut und haben sie anschließend zur Überprüfung abgegeben. Auch mal spannend so hinter die Kulissen zu schauen.

Die Wartezeit verbrachten wir mit einem leckeren Frühstück beim Bäcker sowie einem Spaziergang in die Stadt. Wirklich eine schöne Stadt, klare Empfehlung hier mal hinzufahren.

Nach erfolgreicher Batteriereparatur trennten sich unsere Wege, zumindest vorerst. Nach gut 45 Minuten stand Papa ein paar Autos hinter mir in einer Abbiegeschlange und das, obwohl wir unterschiedliche Wege gefahren sind.

Die Fahrt verlief ganz entspannt. Es war zwar zwischendurch viel los und eine gewisse ungewohnte Hektik im Verkehr, die man aus Skandinavien überhaupt nicht kennt. Auf einem Parkplatz quatschte ich fast eine halbe Stunde mit einem anderen Bullifahrer, immer wieder cool, was man unterwegs für Bekanntschaften macht.

Zu Hause angekommen schaute ich einmal, wie weit ich auf dem Trip insgesamt gefahren bin. 4060km, krass wie schnell das dann doch so hochzählt…

Mittlerweile ist das Auto schon größtenteils ausgepackt und die Wohnung ziemlich vollgestellt. Immer wieder verrückt, wie viel Zeug man dabei hat und eigentlich gar nicht braucht. Über einige Dinge, gerade auch Werkzeug oder ein Abschleppseil waren wir aber auf diesem Trip ziemlich dankbar. Das Auto hat übrigens seit der Aktion mit dem Turboschlauch, also ab Stockholm, keine Probleme mehr gemacht und hat mich sehr komfortabel über die norwegischen Straßen und Serpentinen gefahren und auch die knapp 1000km von Norddänemark nach Hamm. Die erste (gleich schon die zweite) Waschmaschine läuft schon. Somit geht eine wirklich sehr schöne und abenteuerliche Reise zu Ende. Vielen Dank fürs Lesen und fleißige Kommentieren. Der nächste Trip startet mit Sicherheit😉

Tag 23 (28.08.25) – Happy Birthday Papa

Um heute Nacht im Wald nicht aufzufallen, schlief ich unten. Dafür habe ich das Bett nach der Fährüberfahrt erst einmal umgeklappt. Oben zu schlafen ist definitiv entspannter. Wenn man aber erst einmal liegt, ist es sehr gemütlich. Heute Morgen standen wir gegen kurz nach 8 auf und es wurde erst einmal zum Geburtstag gratuliert. Irgendwie cool hier gemeinsam Geburtstag zu feiern. Wir fuhren die 5 Minuten zum Strand und machten uns leckeres Frühstück am Strand.

So schön es hier auch ist, blieben wir nicht allzu lange und starteten unsere heutige Etappe. Gut 570km auf dem Plan. Und die fahren sich ja auch nicht von alleine… Somit rollten wir allmählich Richtung Süden.

Die Fahrt verlief alles in allem echt entspannt. Zwar war zwischendurch mal etwas mehr Verkehr und der ein oder andere Stau, es ließ sich jedoch echt gut fahren. Vorm Elbtunnel in Hamburg war wie immer ein etwas längerer Stau, aber auch der war irgendwann hinter uns. In Lüneburg angekommen liefen wir erst einmal eine kleine Runde durch die Stadt um dann in der L‘Osteria essen zu gehen. Die Pizza hier schmeckt einfach wie immer sehr gut. Ein sehr schönes Geburtstagsessen.

Anschließend fuhren wir noch in den Norden der Stadt auf einen Parkplatz, auf dem wir die heutige Nacht verbringen werden. Auf dem Weg hierhin kam ein dickes Gewitter runter. Nach dem vielen Sitzen ging ich noch eine Runde spazieren und liege jetzt auch müde im Bett.